Institutionelles Schutzkonzept

isk

Institutionelles Schutzkonzept in St. Katharina

Was?

In den nächsten Monaten erarbeiten wir für unsere Pfarrei ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK).
Ein ISK ist – im Gefolge der Missbrauchsfälle in unserer Kirche – eine Präventionsmaßnahme, um die gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit der Kinder, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen zu fördern.

Es ermöglicht eine reflektierte Auseinandersetzung mit Begebenheiten, Strukturen und Umgangsweisen bei uns in St. Katharina und dient dazu, einen wertschätzenden und Grenzen achtenden Umgang im Alltag zu etablieren.

Warum?

Die Missbrauchsfälle in unserer Kirche, sowie die immer wieder bekannt gewordenen Vertuschungsmechanismen, zeigen, dass es einen Kulturwandel braucht, der sich im Hinschauen und offenen Benennen zeigt. Nicht nur in der kirchlichen Hierarchie, sondern auch im Alltag einer Pfarrei. Ein ISK soll helfen, diesen Kulturwandel zu initiieren, zu stärken und vor allem nachhaltig und auf Dauer zu fördern.

Die Erstellung des ISK ist uns vom Bistum als ein Element der Präventionsmaßnahmen verpflichtend vorgegeben.

Wie?

Phase 1: Anhand der vom Bistum zur Verfügung gestellten Materialien wird zunächst eine kleine Steuerungsgruppe – je ein*e Vertreter*in aus PGR und KV, Ehrenamtliche, die repräsentativ für die wichtigsten Gruppen Schutzbefohlener stehen (Kinder, Jugend, Senioren) und Elaine Rudolphi als Hauptamtliche – eine für St. Katharina zugeschnittene Risikoanalyse in Form eines Fragebogens entwickeln.
Phase 2: Dieser Fragebogen zur Risikoanalyse geht danach in alle(!) Gruppen unserer Pfarrei – von den Chören bis zum Seniorennachmittag – und wird dort bearbeitet und mit dem je eigenen Blickwinkel der jeweiligen Gruppe ergänzt.
Phase 3: Die Fragebögen werden in der Steuerungsgruppe ausgewertet. Nach Auswertung der Fragebögen wird ein schriftliches ISK entwickelt und allen in der Pfarrei zugänglich gemacht.

Zu allen Phasen wird es Informationsveranstaltungen geben.

Erste Informationsveranstaltung am 19. Mai 2019:

Zu den Informationsveranstaltungen am 19. Mai kamen an beiden Kirchorten je ca. 10-12 Interessierte, Mutige, um sich über das Thema Schutzkonzept und Prävention informieren zu lassen. Wie nötig das Gespräch darüber ist, zeigte sich im ­anschließenden Austausch. Machtmissbrauch, Gewalt und Sprachlosigkeit im Blick auf Sexualität sind keine Themen, die weit weg wären.

Der nächste Schritt im Prozess, für St. Katharina ein Institutionelles Schutzkonzept zu entwickeln, ist das Treffen einer kleinen Arbeitsgruppe, die einen Fragebogen zu Risikoanalyse be- und überarbeiten wird, sodass die Fragen gut auf unsere Pfarrei passen. Über die Ergebnisse der Arbeitsgruppe und den Fragebogen wird es wieder eine Infoveranstaltung an beiden Kirchorten geben, aller Voraussicht im August 2019.

Dieser Fragebogen geht dann in alle Gruppen und Gremien der Pfarrei. Ich, Elaine Rudolphi, möchte dafür Sorge tragen, dass auch alle Interessierten, die nicht in Gruppen der Pfarrei engagiert sind, diesen Fragebogen ausfüllen können. Wie sich das gut umsetzen lässt, darüber muss ich noch nachdenken.

Die Präsentation, die auf der ersten Infoveranstaltung gezeigt wurde, können Sie hier herunterladen: Erstinformation Institutionelles Schutzkonzept (ISK)

Materialien aus dem Bistum
https://stkhb.de/isk

Koordination und Kontakt:
Elaine Rudolphi
e.rudolphi@st-katharina-bremen.de