Montag nach dem 5. Fastensonntag

Yoga

Hej Ihr Lieben in der Gemeinde St. Katharina,
„Aufrichtigkeit ist, wenn man von sich selbst überrascht ist.“ (Nadime Gordimer)
Dieses Zitat stellte mein Fastenbegleiter „wandeln“ dem Wochenthema „aufrichten“ voran.
Aufrichten – das hat viele Seiten. Wenn ich mich aufrichte, überblicke ich die Situation besser, sehe weiter, mehr Details. Ich bin aktiver, will auf etwas zugehen. Ich kann jemanden aufrichten, ihm Trost oder Zuversicht schenken. Wenn ich aufrecht bin, versuche aufrichtig zu sein, will ich auch etwas klar in den Blick nehmen, erkennen und mich ehrlich dazu verhalten. In der Konsequenz bei mir etwas ändern oder mich für etwas einsetzen, usw. Wenn mir das gelingt, bin ich dann vielleicht sogar überrascht, dass ich die eingefahrenen Gleise verlassen konnte.

Nun schreibe ich schon den letzten Fastenblog. Einige Wochen sind vergangen. Hat sich durch meine Übungen etwas verändert, konnte ich mich vielleicht sogar selbst überraschen? Ich merke schon eine Veränderung. Ich nehme diese Fastenzeit viel bewusster in den Blick. Gehe erwartungsvoller auf die Karwoche und Ostern zu. Außerdem möchte ich diese Zeit am Morgen (oder auch mal Abend, dann bekommt sie einen anderen aber auch sehr schönen Charakter) nicht missen. Geklappt hat es andererseits auch nicht immer. Jetzt hoffe ich, auch die restliche Fastenzeit noch durchzuhalten und bin neugierig, ob es mir sogar gelingt auch nach Ostern weiter dabei zu bleiben.

Hej hej
Elisabeth Kommer