Sonnabend nach dem 4. Fastensonntag

Apfel am Schreibtisch

Nocheinmal Routine…

In dieser vierten Woche habe ich mich in meiner Apfelroutine richtig wohl und „zuhause“ gefühlt. Ein Stück Tag, das ich freudig erwarte, weil ich weiß, dass es im besten Sinne Unterbrechung ist. (Und im Theologiestudium habe ich vor langer Zeit mal gelernt, dass Johann Baptist Metz „Unterbrechung“ einmal die „kürzeste Definition von Religion“ genannt hat.) Eine Routine, die andere Routinen unterbricht.

Es ging aber jetzt auch immer mal wieder die Frage mit: „Unterbricht die Apfelviertelstunde einfach nur in willkommener Weise deinen Alltag, oder bricht sie dich auch auf für Gott?“ Nicht im Sinne der moralinsauren Frage, ob das alles auch „genug“ mit Gott zu tun hat, sondern ob mein Fastenvorsatz die Einfallstore für IHN ein bißchen weiter offen hält, als die anderen Dinge, die ich so tagaus, tagein tue (inklusive beten und Gottesdienst feiern…).
Ich meine am Ende dieser Woche einmal vorsichtig „Ja“, aber ich merke, ich muss es wirklich wollen; die Apfelviertelstunde nicht nur als Pause, sondern als Gott-sei-Dank-Zeit, ganz wörtlich.

Ja, ich bin dankbar! Und mittlerweile erinnert mich echt jeder Apfel, den ich sehe, an meinen Vorsatz 🙂

Elaine Rudolphi