Abschied …

Nun ist es also so weit: Langsam muss ich der Tatsache ins Auge sehen, dass es Zeit wird, meinen Koffer zu packen.
Vier Wochen in St. Katharina sind vergangen – schneller, als ich gucken konnte, schneller, als es mir lieb war.

In den letzten Tagen und Wochen wurde ich oft von meinen Freunden gefragt, wie es mir denn hier so geht, wie mir das Praktikum gefällt. Meine Antwort war immer dieselbe: „Es ist total toll hier!“ Ich habe die Zeit meines Praktikums wirklich sehr genossen. Ich habe einen super Einblick in sämtliche Aufgabenbereiche bekommen. Von der Krabbelgruppe bis zur 101-jährigen Seniorin habe ich alle Altersklassen kennengelernt, ich war in Spielkreisen und bei Seniorennachmittagen, bei den „KoKi“s oder der Kinderkirche zu Gast, ich habe die Brotzeit, verschiedene Kreuzwegandachten, Kinder- und Jugendgottesdienste (mit) vorbereitet, habe Elemente der Tauf-, Erstkommunion- und Firmkatechese mitbekommen, ich war beim Pfarrgemeinderat und in verschiedenen Ausschüssen und Planungsrunden dabei. Und ich könnte diese Aufzählung weiter und weiter fortführen.
Jedem, der mich gefragt hat, habe ich aber vor allen Dingen eines erzählt: Was für ein Glück ich hatte, in eine so großartige Gemeinde zu kommen. Und das ist jetzt nicht einfach bloß eine nette Floskel, die man halt so schreibt, wenn man weiß, dass Gemeindemitglieder den Blog lesen, sondern absolut ernst gemeint. Ich kenne zwar längst nicht alle Gemeindemitglieder; einige von Ihnen, die diesen Eintrag lesen, kenne ich vermutlich gar nicht, andere nur vom Sehen. Aber eine ganze Reihe von Leuten habe ich persönlich kennengelernt – und dafür bin ich sehr dankbar, denn es waren wirklich schöne Begegnungen mit Menschen, die sich mit viel Herzblut für die Mitmenschen in ihrer Pfarrei engagieren. Außerdem war (und ist) es wirklich erfrischend, zu sehen, wie jung diese Gemeinde ist. Jung durch viele, viele Familien, aber auch durch viele jung Gebliebene. So ist es hier richtig lebendig und es macht Spaß, hier zu arbeiten!

Ich hatte große Freude daran, hier erste praktische Schritte auf dem Weg zur Pastoralreferentin zu gehen, und ich gehe mit vielen positiven Erfahrungen nach Hause. Ein riesiges Danke an alle, die mich hier begleiten – an alle, die in den unterschiedlichen Gruppen mit mir unterwegs waren, besonders aber auch ans Seelsorgeteam.

Noch ist der Abschied nicht ganz gekommen. Die vier Wochen Pflichtpraktikum sind zwar um, ich mache aber „Überstunden“ und bleibe noch zwei Tage. Am Donnerstag heißt es dann aber wirklich „Lebewohl“.
Der Fluss des Lebens treibt mich weiter – das nächste Semester wartet auf mich.

Aber, wer weiß, vielleicht verschlägt es mich ja irgendwann im Laufe meines Berufslebens noch mal wieder nach St. Katharina. Mich würde es freuen!