Sonnabend nach dem 2. Fastensonntag

Äpfel

Es ist irgendwie schwierig.

Nicht das Apfelessen an sich (ich mag Äpfel), aber die Konzentration. Einen Apfel essen und nicht nebenbei den nächsten Tag planen, nicht nebenbei etwas lesen, nicht nebenbei Musik hören, auch nicht nebenbei Ideen im Kopf sortieren. Einfach nur Apfel essen pur. Ich fand das diese Woche verflixt anstrengend. Und doch auch irgendwie schön. Dankzeit, unverplant, unverplanbar.

An einem der Tage ist meine sorgfältige Tagesplanung so gründlich daneben gegangen, dass es keinen Apfel gab, sondern „nur“ Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Irgendwie eine witzige Weise, am Vorsatz vorbeizuschrammen.

Am letzten Wochenende war ich mit einem Arbeitskreis des Bund Neudeutschland in der Akademie Stapelfeld und wir haben dort zum Thema Luther gearbeitet. Da ist mir natürlich der Spruch mit dem Apfelbäumchen, das man pflanzen soll, eingefallen – und beim Herumstreunen auf dem Gelände ist mir die Obstwiese mit den vielen schönen, alten Sorten aufgefallen. Ein bißchen hat mein täglicher Apfel also die Aufmerksamkeit für das Hier und Jettz schon geschärft.

Viel Freude am virtuellen „Stern aus Bühren“ und der „Biesterfelder Renette“

Elaine Rudolphi

Stern aus Bühren

Biesterfelder renette