Angekommen – los geht‘s

Seit Aschermittwoch bin ich nun also hier in St. Katharina. Vier Wochen liegen vor mir, gefüllt mit einem bunten Programm verschiedenster Gruppen. Ich darf bei ganz unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktionen, Gottesdiensten und Sitzungen dabei sein und das Leben der Pfarrei kennenlernen.
Einiges habe ich in den vergangenen Tagen schon erlebt und viele Gesichter gesehen, viele Namen gehört. (Zu viele – bitte sehen Sie es mir nach, dass mancher Name bei dem vielen Neuen einfach so „durchrauscht“ und nicht hängen bleibt.) So habe ich an Aschermittwochsgottesdiensten der KiTa St. Ursula – zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses St. Elisabeth – und des Ökumenischen Gymnasiums teilgenommen. Ich habe Pfarrer Brockmeyer bei der Spendung der Hauskommunion begleitet und Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenskontexten begegnen dürfen, die angesichts ihres hohen Alters noch bewundernswert fit waren. Mit den Kindern, die sich derzeit auf ihre Erstkommunion vorbereiten, habe ich ihre Erstbeichte feiern können und auch am ökumenisch gestalteten Weltgebetstag der Frauen habe ich teilgenommen. Heute dann war ich in der Kindergruppe KoKi zu Gast. Nach einem kurzen Impuls in der Kirche zu Fastenzeit und Hungertuch wurden im Gemeindehaus hitzige Tischtennis- und Tischkicker-Turniere ausgetragen.

Wie ich in meiner kleinen Vorstellung ja bereits geschrieben habe, komme ich gebürtig aus dem Osnabrücker Raum. Die kirchliche Situation in Bremen kannte ich bisher nur aus Erzählungen und Statistiken. Ich war gespannt, die „doppelte Diaspora-Situation“ der katholischen Kirche in Bremen hautnah mitzubekommen. Kirche in einer Großstadt-Gesellschaft, die mit Kirche scheinbar nichts mehr zu tun hat – und schon gar nicht mit der katholischen Kirche. Mit einer so vielfältigen, lebendigen Gemeinde, wie ich sie nun hier in St. Katharina erlebe, habe ich nicht gerechnet, muss ich zugeben. St. Katharina ist auf buntem Pflaster unterwegs, wie es auf den Flyern zum Jubiläum heißt. Das ist durchaus auch mein Eindruck der ersten Tage.